Immobilien an der See – sturmfest und krisensicher

Geschrieben am 22.11.2012

Nicht nur den eigenen Urlaub verbringen die Deutschen immer öfter im eigenen Land – und bevorzugen dabei besonders Ost- und Nordsee. Eine stetig wachsende Zahl denkt auch darüber nach, eine Ferienimmobilie zu erwerben oder gleich ganz an einen Urlaubsort zu ziehen. Kein Wunder, hat sich doch gerade der Immobilienmarkt in den letzten Jahren als weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen erwiesen.

Weit über 11 Millionen Deutsche fuhren im Jahr 2011 an Nord- und Ostsee, um ihren Urlaub zu genießen. Hier wünschen sich auch die meisten Befragten eine Immobilie, so das Ergebnis einer aktuellen Emnid-Umfrage. 38 Prozent der potentiellen Käufer bevorzugen eine Immobilie an der Ostsee, 37 Prozent an der Nordsee. Ferienimmobilien eignen sich für den eigenen Urlaub, als Alterswohnsitz, aber auch für die ganzjährige Nutzung. Diese ungebremste Nachfrage sorgt für eine beständige, nachhaltige Wertentwicklung.

Markt für Ferienimmobilien entwickelt sich positiv

Eine zweite Marktstudie, erstellt vom Ferienhausanbieter FeWo-direkt in Kooperation mit Engel & Völkers Germany, kommt zu vergleichbaren Ergebnissen. Demnach entwickelt sich die Nachfrage nach Ferienimmobilien seit Beginn der 1980er Jahre positiv und weitgehend unabhängig von allgemeinen konjunkturellen Schwankungen. Der Ferienimmobilien-Markt zeigte sich gegenüber den Auswirkungen sowohl der Wirtschaftskrise 2001 als auch der Finanzkrise in den Jahren 2008-2010 als sehr widerstandsfähig. In den letzten fünf Jahren kam es bei der Nachfrage sogar zu einem deutlichen Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Zuletzt herrschte bei den Anlegern durch die Finanzkrise große Verunsicherung. Dies führte zu einem gestiegenen Interesse an Sachwerten wie Immobilien. Gleichzeitig werden die eigenen Ferien öfter im Inland verbracht; dabei ist ein direkter Zusammenhang zwischen der steigenden Beliebtheit einiger Regionen und der dortigen Nachfrageentwicklung für Immobilien erkennbar – vor allem an der deutschen Nord- und Ostseeküste. In einer Forsa-Studie geben 77 Prozent der Befragten an, dass ihre Wohnungen und Häuser deutlich im Wert gestiegen seien. Die Wertsteigerung liegt nach Angaben der Befragten im Schnitt bei 27,9 Prozent.

Häuser an der Küste besonders beliebt

Die Gründe für den Erwerb einer Ferienimmobilie sind verschieden: Ganz vorne liegt (45,4 Prozent) die mögliche Eigennutzung und die damit verbundene Gelegenheit, den Urlaub an einem vertrauten Ort und „in den eigenen vier Wänden“ verbringen zu können. Eine ähnlich hohe Zahl betrachtet den Kauf einer Ferienimmobilie als rentable Geld- und Kapitalanlage (43,8 Prozent). Rund ein Drittel der Befragten (32,0 Prozent) erwarb die Ferienimmobilie auch mit dem Ausblick, diese später als Altersruhesitz nutzen zu können.

Nahezu die Hälfte des Ferienhausbestands der Befragten liegt in Deutschland (48,5 Prozent). Beliebt sind hierbei vor allem die Nord- und Ostseeküste sowie die Ostseeinseln: 39,6 Prozent der Objekte in Deutschland befinden sich an der Nordseeküste, 32,1 Prozent an der Ostseeküste und 19,4 Prozent auf den Ostseeinseln.